Netzwerkmedien und die Unhaltbarkeit öffentlicher Meinungs- und Willensbildung
Zur Verstärkung der doppelten Krise der westlichen Konsumgesellschaften, die aus ihrer vielschichtigen Nicht-Nachhaltigkeit und den anhaltenden Schwierigkeiten bei der sozialökologischen Transformation herrührt, trägt nicht unwesentlich der seit beinahe 30 Jahren stattfindende digitale Strukturwandel der Öffentlichkeit bei.
Das Zeitalter der digitalen Medien ist nicht durch einen plötzlichen Umbruch und einer Zeit danach gekennzeichnet. Es handelt sich vielmehr um einen Veränderungsprozess, der zu einer laufenden Transformation gesellschaftlicher Kommunikationsverhältnisse beiträgt, weil die jeweils neuen Kommunikationstechnologien die Produktionsbedingungen von Kommunikation und Wissen direkt angehen. So gesehen, befinden wir uns in einem laufenden Umbruchsprozess, dessen Zeit danach wir zwar herbeisehnen, dessen Ende aber nicht absehbar ist. Die Lage wird unhaltbar
Eine Vorlesung von Prof. Udo Göttlich im Rahmen der vom artsprogram und vom „Arts & Humanities LAB“ veranstalteten Ringvorlesung zum Jahresthema „Die Zeit danach“.
https://www.zu.de/newsroom/termine/2026/20260224_ringvorlesung-goetlich.php
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