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SUMMARY:Kunstverein Friedrichshafen: TRIGGER WARNING Alina Kleytman – Eröffnung
DESCRIPTION:Eröffnung der Einzelausstellung der ukrainischen Künstlerin Alina Kleytman mit Begrüßung durch Ulrike Shepherd (Vorstand) und Marlene A. Schenk (künstlerische Leitung)\r\nIn neuen skulpturalen Installationen und Videoarbeiten setzt sich Kleytman mit Gewalt, Krieg, Trauma und den Bildern kollektiver Erinnerung auseinander. Ihre Praxis verbindet politische Analyse mit mythologischer Übersteigerung, mit Humor, Begehren, Ekel und emotionaler Dringlichkeit. Die Ausstellung schafft einen Raum, in dem politische Realität und emotionale Erfahrung unmittelbar aufeinandertreffen.\r\nDie Künstlerin selbst beschreibt ihre Methode als hysterical realism. Damit benennt sie eine Wirklichkeit, die nicht nüchtern betrachtet werden kann, weil sie sich schon hysterisch verhält; eine Realität, in der Gewalt, Sexualisierung, Konsum und moralische Selbstdar­stellung nicht getrennt voneinander auftreten, sondern sich wie Häute übereinanderlegen.\r\nIm Zentrum der Ausstellung stehen neu produzierte Arbeiten, die sich mit den psycho­logischen, politischen und gesellschaftlichen Folgen des Krieges beschäftigen. Skulptural-hybride Körper, die zwischen Mensch und Tier changieren, erscheinen dabei als fragile und verletzliche, gleichzeitig als laszive und gewaltbereite Hüllen: zusammengesetzt aus Bodybags und Materialien, die an Notversorgung, Schutz und Zerstörung erinnern. Kleytmans Close your eyes and open your mouth bewegt sich zwischen Monument und Ruine, zwischen Groteske und Verletzlichkeit. Die Skulptur verkörpert Zustände von Angst, Ohnmacht und Widerstand und macht sichtbar, wie sich Gewalt in Körper, Bilder und kollektive Vorstellungswelten einschreibt.\r\nAuf den Etagen des Kunstvereins werden die neu produzierten Videoarbeiten Are u tired?, Thank you, Daddy!, und Cradle of Democracy, projiziert. Die Arbeiten untersuchen Grenzen, Territorien und die Erfahrung eines andauernden Krieges. Kleytmans TRIGGER WARNING schafft keinen sogenannten sicheren Raum. Die Ausstellung bietet keinen Abstand, von dem aus Gewalt sauber betrachtet werden könnte. Stattdessen entsteht ein Raum, in dem politische Realität und emotionale Erfahrung unmittelbar aufeinandertreffen.\r\nAlina Kleytman, geboren 1991 in Charkiw, arbeitet mit Skulptur, Performance und Video. Ihre Praxis verbindet politische Analyse mit mythologischen Erzählungen und emotionaler Intensität. Sie beschreibt ihre künstlerische Methode als „hysterical realism“. Kleytmans Arbeiten wurden international ausgestellt und befinden sich unter anderem in den Sammlungen der ERSTE Foundation in Wien sowie des Museum of Modern Art in Warschau Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Women in Visual Arts Prize des Ukrainian Institute. Nach der Teilnahme bei LISTE Art Basel im Juni 2026 präsentiert der Kunstverein Friedrichshafen mit TRIGGER WARNING erstmals einen umfassenden Einblick in ihr aktuelles Werk.\r\nDie Ausstellung TRIGGER WARNING wurde mit Unterstützung der Ukrainischen Kulturstiftung im Rahmen des Förderprogramms Culture During War realisiert.\r\nDie Teilnahme an der Ausstellung wird dank der Unterstützung des Ukrainischen Instituts in Deutschland im Rahmen des NUMO Mobilitätsprogramms ermöglicht.\r\nÖffnungszeiten:\r\nMittwoch–Freitag, 15–18 Uhr\r\nSamstag, Sonntag und Feiertage, 11–17 Uhr\r\nEintritt frei
LOCATION:Kunstverein Friedrichshafen, 88045 Friedrichshafen
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