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SUMMARY:Kunst-Happen
DESCRIPTION:Drei Orte, drei Perspektiven, ein gemeinsamer Blick auf Kunst: Am Samstag, 4. Juli 2026, startet die Veranstaltungsreihe Kunst-Happen in ihre dritte Runde. Im Jubiläumsjahr des 30-jährigen Bestehens des Zeppelin Museums lädt das Format erneut dazu ein, zeitgenössische Kunst in Friedrichshafen auf besondere Weise zu entdecken. An insgesamt drei Samstagen im Jahr öffnen der Kunstverein Friedrichshafen, das Zeppelin Museum und das artsprogram der Zeppelin Universität gemeinsam ihre Türen für eine kuratierte Rundtour durch ihre aktuelle Ausstellungen. Die Häuser werden in wechselnder Reihenfolge besucht. Im Anschluss bietet sich bei Häppchen und Getränken die Gelegenheit, mit den Kuratorinnen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und den gemeinsamen Rundgang in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen. Der Auftakt am 4. Juli führt Besucher*innen an drei Orte, die sich auf unterschiedliche Weise mit Erinnerung, Ideologien und gesellschaftlicher Gegenwart und ihren Schieflagen auseinandersetzen.\r\nDen Auftakt macht die White Box der Zeppelin Universität mit der Ausstellung „Die Zeit danach – Friedrichshafen 1946“. Das artsprogram zeigt dort ein assoziatives Archiv mit Fotografien, Architekturentwürfen und Bebauungsplänen der Stadt sowie mit Dokumenten und Zeitzeugenberichten, die deutlich machen, wie in dieser unmittelbaren Nachkriegszeit Zukunft gedacht wurde. Themenbereiche des Archivs sind dabei das Leben in Trümmern, Architekturen und Infrastrukturen des Übergangs, Zwangsarbeit, Ökonomien des Mangels und Kulturanstrengungen. Das Display der Ausstellung wurde von der Künstlerin Marina Naprushkina entwickelt, die seit vielen Jahren durch ihre künstlerische Praxis Menschen zusammenführt.\r\nWeiter geht es ins Zeppelin Museum zur Ausstellung „Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus“. Im Fokus steht hier die vielfach nostalgisch verklärte Geschichte des Zeppelins, die erstmals konsequent im Verhältnis zum Nationalsozialismus betrachtet wird. Den Mittelpunkt des Besuchs bildet die mehrkanalige Videoarbeit des Künstlers Jonas Englert. Aus historischem Archivmaterial, filmischen Sequenzen und popkulturellen Bildern entwickelt Englert eine dichte Montage, die den Zeppelin als Projektionsfläche nationalsozialistischer Vorstellungen von Nation, Überlegenheit und Männlichkeit untersucht. Dabei reflektiert die Arbeit das Fortwirken tradierter Denkweisen und eröffnet so einen Denkraum, um Bilder und ihre gefühlten Wahrheiten ebenso kritisch zu hinterfragen, wie die Vorstellung vom Faschismus als abgeschlossenem historischen Kapitel.\r\nDen Abschluss bildet der Kunstverein Friedrichshafen mit der Ausstellung „TRIGGER WARNING“, der ersten institutionellen Einzelausstellung der ukrainischen Künstlerin Alina Kleytman in Deutschland. In neuen skulpturalen Installationen und Videoarbeiten setzt sich die ukrainische Künstlerin mit der Realität des Krieges und ihren Einschreibungen in Körper, Erinnerung und gesellschaftliche Strukturen auseinander. Die Ausstellung schafft einen Raum, in dem politische Realität und emotionale Erfahrung unmittelbar aufeinandertreffen.\r\nIm Anschluss lädt der Kunstverein bei kleinen Häppchen und Getränken dazu ein mit den Kuratorinnen ins Gespräch zu kommen.\r\nWer den Tag weiter ausklingen lassen möchte, kann anschließend direkt ins Jubiläumswochenende des Zeppelin Museums eintauchen. Rund um den Buchhornplatz vor dem Museum präsentieren sich zahlreiche Ausflugsziele der Bodenseeregion mit interaktiven Angeboten für die ganze Familie. Zeitgleich findet an der Uferpromenade das Interkulturelle Stadtfest statt. \r\nInformationen\r\nAnmeldung bis 2.7.2026 unter: info@kunstverein-friedrichshafen.deTreffpunkt: White Box, Im Fallenbrunnen 3, 88045 FriedrichshafenKosten: kostenlosKontakt: info@kunstverein-friedrichshafen.deHinweise: Die Teilnehmer*innenzahlen sind begrenzt, weshalb eine vorherige Anmeldung nötig ist.
LOCATION:Zeppelin Museum, 88045 Friedrichshafen
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